Bienvenido, Xabi!

FC Bayern holt Alonso

Bienvenido, Xabi!

31.08.2014 | 3:34 | Kerstin

Er ist Weltmeister.
Er ist zweimaliger Europameister.
Er ist zweimaliger Champions-League-Sieger.
Er ist ein ganz Großer des Weltfußballs: XABI ALONSO.

Kein Geringerer als dieser Xabi Alonso feierte am gestrigen Bundesliga-Spieltag sein Debüt und lief erstmalig im Bayerntrikot auf. Er überzeugte – nein, er brillierte. Wer nach einem kurzen Anschwitzen (gleichzeitig der Erstkontakt!) mit der Mannschaft den sofortigen Sprung in die Startelf schafft, muss ein herausragender Spieler sein. Das stellte Alonso gestern einmal mehr unter Beweis. Bis zu seiner Auswechslung in der 68. Minute war er im Spiel gegen Schalke der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Münchner. 86 Ballkontakte, eine Laufleistung von 8,8 Kilometern und eine Passquote von über 90 Prozent sprechen für sich.
Bei Pep Guardiola scheint er schon jetzt einen fetten Stein im Brett zu haben: „Jeder kennt ihn. Er hat viel Erfahrung und ist eine große Persönlichkeit. Wir brauchen einen Spieler mit dieser Qualität, diesen Augen. Ich weiß, dass er 32 ist. Aber auf dieser Position ist das egal. Da braucht man intelligente Spieler, keine Beine wie auf den Außenpositionen.“ Und Pep sah im ersten Auftritt von Alsonso das, was er von ihm sehen wollte: einen Leader, der dirigiert und Bälle verteilt. Grund genug für die Spielerfrau, diesen beeindruckenden Spieler genauer unter die Lupe zu nehmen.

Herkunft und Familie: Fußballerfamilie – was auch sonst? Sein Vater Periko spielte selbst beim FC Barcelona und bei Real Sociedad. Auch seine beiden Brüder jagen dem runden Leder als Spieler und Schiedsrichter hinterher. Nach München zieht der Spanier mit Frau Nagore samt Sohnemann und zweier Töchter. Außerdem gilt Alonso als Kulturliebhaber und modelt für eine italienische Modemarke.

Stationen: Weltmeister und zweifacher Europameister – mit der spanischen Nationalmannschaft erreichte Alonso alles, was es zu erreichen gibt. Stolze 114 Länderspiele bestritt er für sein Land. Jetzt ist Schluss! Vor seinem Wechsel nach München kündigte Alonso seinen Rücktritt an. Er weiß, dass er mit seinen 32 nicht mehr der Jüngste ist. Er weiß, wie wertvoll Ruhephasen für ihn sein können.
Große Erfolge feierte er im internationalen Vereinsgeschäft mit dem FC Liverpool (Champions-League-Gewinn 2005) und mit Real Madrid (Champions-League-Gewinn 2014). Nach jeweils fünf Jahren bei diesen beiden Vereinen zieht es Alonso auf der Suche nach einer neuen Herausforderung nun nach München, wo er einen Zweijahresvertrag erhält. Madrid zu verlassen sei nichtsdestotrotz die schwierigste Entscheidung seines Lebens gewesen, gibt Alonso an.

„El Profesor“: Sein Spitzname in seiner Heimat untermauert, dass er als Leader und Anführer agiert. Seine außerordentliche Rolle wurde insbesondere bei Real deutlich: War Alonso verletzt oder gesperrt, so konnte die ganze Statik des Real-Spiels aus den Fugen geraten. Er hatte großen Anteil an den Erfolgen der Königlichen.

Vorfreude und Vision: “Ich wollte hier her kommen und eine weitere großartige Erfahrung machen. Ich habe die spanische Liga genossen und sehr gerne in England gespielt. Die Bundesliga ist ein weiterer großer Schritt für mich. Der Spielstil gefällt mir, die Fans sind super und ich mag das Spieltempo. Ich denke, ich werde hier noch tolle Jahre haben”, so Xabi Alonso nach seinem Bundesliga-Debüt. Das klingt nach Vorfreude.
On top könnte Alonso es mit dem FCB gelingen, seinen dritten Champions-League-Titel mit seinem dritten Verein zu gewinnen. Und dieser Alonso weiß, wie man Titel gewinnt. Er sucht die Herausforderung. Wer weiß, wo sein Weg mit dem FCB noch hinführt. 

Foto: Andreas Gebert/dpa

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