Tag 10: Veganes Zwischenfazit

Vegan-Challenge

Tag 10: Veganes Zwischenfazit

30.10.2014 | 2:38 | Kerstin

Motiviert. Sehr motiviert. Ja, so habe ich meine 30-Tage-Vegan-Challenge angetreten. Heute: Tag 10. Ein Drittel ist geschafft. Zwischenfazit? – Die Motivation ist im Keller, ich habe Hunger, sitze in der Uni-Bibliothek und es ist nicht möglich mir zwischendurch einfach mal einen Cappuccino mit einem x-beliebigen Stück Kuchen aus der Cafeteria zu gönnen. Die vegane Auswahl ist an “gewöhnlichen” öffentlichen Orten beschränkt und ich habe versäumt mir etwas von zuhause mitzubringen. Das Hungergefühl nervt mich, und es ist einer dieser Momente, in denen ich während der Challenge extrem launisch werde und genervt bin. Wenn sich dann auch noch der Duft von Essen breit macht, ich aber nichts davon essen kann… dann ist nicht nur die Motivation im Keller, sondern auch endgültig jegliche Laune.

Bin ich zuhause und kann auf meinen Grundbestand aus veganen Lebensmitteln zurückgreifen, fällt es mir nicht schwer, mir etwas wirklich Leckeres zuzubereiten. Helles und dunkles Mandelmus, Agavendicksaft (zum Süßen anstelle von Honig), Soja-Produkte, rein pflanzliche Aufstriche von Tartex, Obst und Gemüse sowie Milchersatzprodukte wie Kokosmilch, Hafermilch, Mandelmilch und Reismilch bieten mir doch einen großen Spielraum. Die Gerichte, welche ich bislang aus „Vegan for fit“ von Attila Hildmann ausprobiert habe, waren allesamt lecker. Ja. Aber: Es ist gleichbedeutend mit Aufwand und Zeit, die man sich nehmen muss, um seinen Essensplan auch abwechslungsreich und vielseitig zu gestalten, sodass man am Ende des Tages mit allen Nährstoffen versorgt ist. Für mich ist es fraglich, ob man das tatsächlich dauerhaft in seinen Alltag einbinden kann oder vielmehr will. Das Thema Essen und seine Zubereitung nimmt im “veganen Modell” einfach sehr viel Raum ein.

Aber es schmeckt: Am Morgen gibt es bei mir häufig einen Frühstücksbrei, der mit Reis-Kokosmilch angerührt wird und dazu frisches Obst und Mandelmus, lecker! Es gab auch schon grünes Thai-Curry. Oder Soja-Bolognese. Ich esse in diesen Tagen (vor allem in der Mensa…) viel Salat. Snacks  für zwischendurch sind Mandeln und überhaupt Nüsse jeglicher Art, Obst, oder auch mal ein teurer veganer Schokoriegel (2 Euro), der aber wirklich sehr lecker schmeckt!

Probleme habe ich, wenn ich unterwegs bin und ich vergessen habe mir einen Snack mit auf die Arbeit oder in die Uni zu nehmen. Dann kommt wieder der Hunger, die schlechte Laune, das Gefühl körperlicher Schwäche. Und der Appetit… auf all das, was nicht vegan ist, aber gerade so leicht zu bekommen wäre. Mich stört es, dass Essen gehen nicht ohne Weiteres möglich ist. Essen ist für mich nun einmal eine Genussangelegenheit, und so empfinde ich das Vegansein als Selbstgeißelung, weil ich viel lieber das essen würde, auf das ich gerade Lust habe. Die Soja-Bolognese war lecker, sehr lecker sogar. Aber am Ende hätte ich mir doch den Parmesan on top gewünscht. Vegansein bedeutet für mich im Moment Verzicht.

 

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