Freud und Leid der zweiten Runde

DFB-Pokal

Freud und Leid der zweiten Runde

30.10.2014 | 12:44 | Annette

32 Mannschaften, zwei Tage, 16 qualifizierte Teams fürs Achtelfinale: Das war die zweite Runde des DFB-Pokals. Gewinner, Verlierer, Überraschungen, Pflichtsiege – Die Spielerfrau teilt mit euch Freud und Leid des vergangenen Spieltags.

Dienstag

Gelungenes Debüt
Es geht doch. Werder Bremen kann auch gewinnen. Die in der Bundesliga bisher sieglosen Hanseaten setzten sich gegen den Chemnitzer FC souverän mit 2:0 durch. Ein gelungenes Debüt für Neu-Chefcoach Viktor Skripnik. Führt der Trainerwechsel zur Wende an der Weser? Zumindest schon einmal in die nächste Pokalrunde.

Es geht auch DFB-Pokal
Champions League? Läuft. Bundesliga? Läuft gar nicht. DFB-Pokal? Läuft scheinbar, denn gegen den FC St. Pauli gewann Jürgen Klopps Team mit 3:0. Die Krise von Borussia Dortmund wird somit nicht tiefer, das Selbstbewusstsein sagt, ich bin noch da, und die Herkulesaufgabe gegen Bayern München am kommenden Wochenende wirkt nicht mehr ganz so aussichtslos.

Blamagen
Was wäre der Pokal ohne Überraschungen. Was wäre der Pokal ohne Favoritensterben? Am Dienstag erwischte es Hannover 96. Nach dem Sieg in Dortmund am vergangenen Wochenende verloren die Niedersachsen gegen den VfR Aalen mit 0:2. Und schwuppdiwupp ist die Euphorie schon wieder verflogen.
Erneut kein Finale dahoam gibt es für die Hertha. Im Elfmeterschießen unterlagen die Berliner Arminia Bielefeld mit 2:4. Arminias Keeper Alexander Schwolow parierte gegen Julian Schieber und Sandro Wagner. Die Endspielparty steigt im Mai zwar traditionell im Olympiastadion, der Hauptstadtclub muss jedoch draußen bleiben.

Die weiteren Ergebnisse
Kickers Offenbach – Karlsruher SC     1:0
Kaiserslautern – Greuther Fürth          2:0
MSV Duisburg – 1. FC Köln                   1:4 n.E.
Dynamo Dresden – VfL Bochum          2:1

Mittwoch

Can’t stop me now
Ja, wer soll die Bayern stoppen? Auf jeden Fall nicht der HSV, der in Person von Heiko Westermann bereits in der 6. Minute Geschenke verteilte, die das Duo Müller/Lewandowski dankend annahm. Am Ende stand ein ungefährdeter 3:1-Sieg der Münchner und selbst der unsinnigerweise von einem Hamburg-Fan mit einem Schal attackierte Franck Ribéry summt: Can’t stop me now.

Oh là là, Bayer Leverkusen
Da wäre sie fast gewesen, die größte Blamage dieser zweiten DFB-Pokalrunde. Der Ort des Geschehens: Magedeburg. Was war das für ein Fight gegen Bayer Leverkusen. Verlängerung, Elfmeterschießen, in dem der Viertligist aber an Bernd Leno scheiterte. Neben der schlechten Leistung der Werkself sorgte vor allem Heung-Min Son für Unmut. Erst Rot, dann den Vogel gegen den vierten Offiziellen gezeigt – das wird noch ein Nachspiel haben. Leverkusen glücklich im Achtelfinale – dort aber definitiv ohne Son.

Premiere
Es geht doch, Teil 2. Wie bereits Werder Bremen zeigte auch der SC Freiburg, dass er noch gewinnen kann. Mit 5:2 siegten die Breisgauer gegen 1860 München, die sogar zunächst in Führung gingen. Dreimal traf dann aber der zuvor viel gescholtene Admir Mehmedi. War das der erste Streich?

Die weiteren Ergebnisse
Würzburger Kickers – Eintracht Braunschweig   0:1
RB Leipzig – Erzgebirge Aue                                    3:1
Eintracht Frankfurt – Borussia M’Gladbach         1:2
VfL Wolfsburg – Heidenheim                                   4:1
1899 Hoffenheim – FSV Frankfurt                          5:1

Lange Pause
Auf das Achtelfinale müssen die Fans nun lange warten. Die Spiele finden erst am 3./4. März statt. Die Begegnungen stehen aber schon fest, sie wurden gestern in der Sportschau von Nachrichtensprecherin Judith Rakers gezogen.

Die Achtelfinal-Begegnungen
Dynamo Dresden – Borussia Dortmund
SC Freiburg – 1. FC Köln
Arminia Bielefeld – Werder Bremen
RB Leipzig – VfL Wolfsburg
VfR Aalen – 1899 Hoffenheim
Bayern München – Eintracht Braunschweig
Kickers Offenbach – Borussia M’Gladbach
Bayer Leverkusen – Kaiserslautern

Lieber DFB-Pokal, es war schön mit dir. Wir sehen uns im nächsten Jahr. Die Spielerfrau wünscht schon einmal einen guten Rutsch!

Foto: picture alliance / dpa

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9 − = zwei

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