Warum die Bundesliga so dufte ist

Die 11

Warum die Bundesliga so dufte ist

30.08.2014 | 3:15 | Natalia

So, jetzt mal alle herhören! Wer hat ein Fußball-Motivationsproblem nach dieser genialen WM? Wer bleibt samstags um 18 Uhr eher bei Trash-Dokus hängen als bei der Sportschau? Für euch kommen hier elf gute Gründe, weshalb ihr die Bundesliga unbedingt mit dem gleichen Herzblut verfolgen solltet wie die WM.

  1. Es mag inzwischen schon ein wenig nerven, aber so ist es nun mal: Wir haben es hier mit der Liga der Weltmeister zu tun. Allein sechs Titelträger spielen in Bayern, fünf in Dortmund. Und auch Spieler anderer Nationen verdienen ihre Brötchen in der Bundesliga, zum Beispiel de Bruyne, Robben und Luiz Gustavo. Die WM in einer Nussschale – was will man mehr?
  2. Experten sagen dem FC Bayern einen holprigen Bundesliga-Start voraus. Gerade einmal sieben Trainingseinheiten konnte Pep Guardiola vor dem ersten Spieltag mit seinem Team absolvieren, weil etliche Spieler vorher noch schnell die Weltmeisterschaft gewinnen mussten. Deren Urlaub war kürzer als sonst, hinzu kommen Ausfälle wie die von Martinez und Schweinsteiger. Es könnte also diesmal richtig rappeln in der Kiste. Wir hoffen jedenfalls auf einen engen, spannenden Titelkampf.
  3. In etlichen Betrieben, Büros und Agenturen gehen endlich die Bundesliga-Tippspiele wieder los. Macht mit!
    Ein bisschen Spaß muss schließlich sein, auch auf der Arbeit. Es winken kleine, aber triumphale Gewinne, neue Kontakte und ungeahnte Erkenntnisse über Kollegen. Denn beim Fußball zeigt selbst der spießigste Schlipsträger seine wilde Seite.
  4. Klar war die WM super, aber auch ziemlich weit weg. Selbst 2006 waren Tickets für Spiele extrem schwer zu bekommen und außerdem extrem teuer. Dauerkarten der Bundesliga-Vereine kosten nur einen Bruchteil davon. Also nichts wie rein in die Stadien, ihr werdet es nicht bereuen.
  5. Während Schmähgesänge gegen andere Nationen jede Menge Kritik hervorrufen (siehe Gaucho-Song), gehört das Verhöhnen gegnerischer Vereine in der Bundesliga fast schon zum guten Ton. Nirgends sonst kann man sich so benehmen. Und irgendwie hat das etwas Befreiendes. Solange es friedlich bleibt.
  6. Kleines Experiment für frisch Verliebte. Du: “Hast du am Samstag Zeit, wollen wir uns sehen?” Er: “Klar, gerne.
    Ab wann kannst du denn?” Du: “Sagen wir … nach der Sportschau?” Ist er beeindruckt, ist er der Richtige.
    Mault er rum, hat er NICHTS verstanden.
  7. Während in der italienischen Serie A regelmäßig in halbleeren Stadien gekickt wird, sind hierzulande die Arenen immer prall gefüllt. Das bedeutet: maximale Stimmung, maximaler Support für die Teams, maximaler Spaß für die Fans.
  8. Warum schmeckt der Wein im Urlaub nach Offenbarung, und wenn man eine Flasche davon zuhause öffnet, ist der Zauber verflogen? Wir wissen es nicht. Aber das gleiche gilt für die Stadionwurst. Sie kann noch so mies sein, im Stadion schmeckt sie einfach lecker. Nach Auszeit. Nach Sieg. Dazu ein Stadionbier, und die Welt ist in Ordnung.
  9. Für die Nationalmannschaft geht es nur alle zwei Jahre so richtig um die Wurst. Dann gilt jeweils: hop oder top, Leben oder Sterben. Danach ist der Spuk erst einmal wieder vorbei. Mit seinem Bundesliga-Verein geht man dagegen durch dick und dünn, durch Höhen und Tiefen, in guten wie in schlechten Zeiten. Die Nürnberger Fans haben es vorgemacht.
  10. Ex-Weltmeister Spanien ist zwar in der WM-Vorrunde kläglich gescheitert, dennoch ist der Wechsel von Xabi Alonso nach Bayern eine Sensation. Der gute Schabi ist zwar schon 32, aber optisch eine Augenweide und bringt sicher NOCH mehr Star-Appeal in die Liga.
  11. Die Zeiten haben sich geändert. Inzwischen gibt es sogar schon ein Fußballmagazin für Frauen. Es heißt
    “Die Spielerfrau” und wird euch mit Spieltagsberichten, etwas anderen Reportagen, Gewinnspielen, einem zuckersüßen Orakel und vielem mehr durch die Saison begleiten. Wenn das mal nichts ist …!

Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

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