6. Spieltag: Schalke 04 ist Derbysieger

6. Spieltag: Schalke 04 ist Derbysieger

29.09.2014 | 1:27 | Annette

Nach 507 Minuten wurde der bis dahin torlose HSV erlöst (einen Sieg gab es trotzdem nicht), Xabi Alonso kürte sich mit 206 Ballkontakten zum Rekordhalter, und der FC Schalke 04 ist die Nummer 1 im Pott. Das und viel mehr gibt es in unserer Spieltagsanalyse – diesmal in Zahlen!

206
Xabi Alonso war der Mann des Spiels zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München. Unglaubliche 206 Ballkontakte hatte der Spanier über die 90 Minuten. Das sind fast 2,5 Berührungen pro Minute. Bundesligarekord! Der Spitzenreiter war bis zu diesem Wochenende Thiago (187). Die Dominanz von Alonso führt dazu, dass der Gegner selten am Ball ist. Sehr selten. Und wenn er nicht am Ball ist, kann er auch keine Tore produzieren. Und wenn doch, wie in diesem Fall Daniel Halfar, dann ins eigene Tor. Mario Götze unterstrich mit seinem Treffer zum 1:0 außerdem seine tolle Form. Fragten wir in unserer Analyse zum 5. Spieltag noch, ob der Offensivmann wohl endlich in München angekommen ist, können wir nun das Fragezeichen streichen. Er ist!

1
“Derbysieger, Derbysieger”, skalierten die Schalker Fans nach dem 2:1-Sieg gegen Dortmund. Die Nummer eins im Pott sind also – zumindest bis zum Spiel in der Rückrunde – die Knappen. BVB-Trainer Klopp fasste die Stimmungslage nach dem Spiel zusammen: “Wir fahren jetzt nach Hause und haben einen Scheißabend”. Die Talfahrt der Dortmunder geht weiter. Nur ein Punkt aus den letzten drei Spielen, in der Tabelle rauschte der Rivale aus Gelsenkrichen vorbei und die Abwehr wirkt unorganisiert und anfällig. Joel Matip und Eric Maxim Choupo-Moting nutzten die Fehler gnadenlos aus. Aubameyangs Anschlusstreffer konnte das Spiel nicht mehr drehen. Klopp weiß aber auch: “Wir werden zurückkommen.”

Erster Bayernverfolger ist nach diesem Spieltag Gladbach. Die Fohlen schlugen Paderborn in einer unterhaltsamen und äußert offensiven Partie mit 2:1. Die Tore erzielten Patrick Herrmann (8.) und Raffael (14.). Paderborns Stefan Krutschke sorgte in der 39. Minuten für einen großen Moment des Fairplays: Er klärte den Schiri darüber auf, dass die Aktion von Gladbachs Christoph Kramer, die der Unparteiische mit Gelb geahndet hatte, kein Foul war. Der Referee zog die Verwarnung zurück. So hatte Paderborns Coach Breitenreiter auch nur Lob für sein Team übrig: “Ich ziehe alle Hüte vor meiner Mannschaft. Ich kann nur Positives mitnehmen.”

507
Negativrekorde sind sie in dieser Saison schon gewohnt in Hamburg. Ganze 507 Minuten warteten die Hanseaten auf ihr erstes Tor in dieser Spielzeit. In der 58. Minute gegen die Eintracht aus Frankfurt war es dann endlich soweit: Nicolai Müller erlöste den HSV von seinem Torfluch und traf zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Doch einen Punkt konnte das Team von Josef Zinnbauer trotzdem nicht mitnehmen. Ein traumhaftes Freistoßtor von Lucas Piazon in der 90. Minute stößt den Bundesliga-Dino weiter in die Krise.

0
Zwei Nullnummern gab es an diesem Spieltag – einmal zwischen Mainz und Hoffenheim, das andere Mal zwischen Leverkusen und Freiburg. Bei Mainz machte sich das Fehlen des Torjägers Shinji Okazaki bemerkbar. So entwickelte sich die Partie gegen das Team aus Sinsheim zum müden Kick. Einsatzfreudiger ging es da schon in Leverkusen zu – auch wenn nicht immer mit fairen Mittel gefightet wurde. Die Konsequenz? Sechs gelbe Karten und zwei gelb-rote Karten. Bayer agierte nach Emir Spahic’ Platzverweis in der 28. Minute 50 Minuten in Unterzahl, bis ihm Freiburgs Pavel Krmas in der 78. Minute folgte.

0 – 0 – 0 lautet die Bilanz von Werder Bremen aus den letzten drei Spielen. Kein Punkt holte das Team von der Weser in der Englischen Woche – auch nicht gegen Wolfsburg, und die Sorgenfalten der Verantwortlichen werden tiefer. Das Bittere: Die Bremer sind in ihren Spielen keinesfalls unterlegen. Sie sind laufstark und kampfeslustig. Etwas Zählbares können sie dennoch nicht mit nach Hause nehmen, zu anfällig reagieren sie nach unglücklichen Ballverlusten. Nach diesem Spieltag steht Werder sogar auf einem Abstiegsplatz. Punkte müssen her. Unbedingt.

134
Daniel Schwaab wartete lange. Sehr lange. Der Abwehrspieler brauchte 134 Bundesligaspiele, um sein erstes Tor zu erzielen. Dieser Jubiläumstreffer war aber ein ganz wichtiger, nicht nur für ihn, sondern vor allem für sein Team, den VfB Stuttgart. Es bescherte der Mannschaft von Armin Veh den 1:0-Triumph gegen Hannover 96 und damit den ersten Sieg in dieser Saison. Vier Punkte aus den letzten beiden Partien – die Schwaben scheinen in die Erfolgsspur zurückgekehrt zu sein.

27
Es dauerte bis zur 27. Minute, bis die Fans des FC Augsburg jubeln durften. Paul Verhaegh erzielte das 1:0 für die bayerischen Schwaben gegen die Hertha aus Berlin. Diese Aktion war auch schon eines der wenigen Highlights in einem höhepunktarmen Spiel, in dem Augsburg zweikampfstark agierte, während sich die Berliner von der frühen Führung des Gegners nicht mehr erholten.

Alle Ergebnisse des 6. Spieltags findet ihr hier.

Foto: picture alliance /Sven Simon

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