Warum wir Frauenfußball lieben

11 Gründe

Warum wir Frauenfußball lieben

21.09.2014 | 12:44 | Annette

Am 21. September 1956 kam es zu einer kleinen Revolution. In Essen fand vor 18.000 Fans das erste Länderspiel einer deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft statt. Und das nur ein Jahr nachdem Vereinsfußball für Frauen in Deutschland verboten wurde. Die verwunderliche Erklärung zu dieser Entscheidung: “Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.” Aha. Frau setzte sich aber trotzdem durch. Gegner bei der weiblichen Premiere mit dem Adler auf der Brust war übrigens die Niederlande. Und der Endstand? 2:1 für unsere Ladies. Die Spielerfrau nimmt dieses Ereignis zum Anlass, 11 Gründe zu sammeln, warum der Frauenfußball in Deutschland nicht mehr wegzudenken ist.

1. Was Männer können, können Frauen schon lange. Auch Fußball. Gut, dass dieser Beweis nun jede Woche in der Frauen-Bundesliga geliefert wird. Das ist Gleichberechtigung. Und Alice Schwarzer ist sicherlich zufrieden. Sehr, sehr zufrieden.

2. Wie der 2:1-Sieg 1956 zeigt: Jetzt kann nicht nur die Männer-Nationalelf gegen Holland gewinnen, sondern auch das weibliche Team. Und gegen Holland zu gewinnen macht einfach soooo viel Spaß!

3. Frauenfußball ist vielleicht nicht so schnell wie Männerfußball, aber genauso technisch versiert und mit den gleichen Emotionen behaftet.

4. Frauenfußball ist noch nicht so kommerziell wie andere Sportarten. Das bringt Vorteile. Die Spielerinnen sind noch zugänglicher als ihre männlichen Pendants. Da herrscht das Motto “We are Family”. Eine richtig große Familie. Und in der fühlen wir uns wohl.

5. Spontan Tickets für ein Bundesliga-Spiel der Damen kaufen? Kein Problem. Liegt auch an Punkt 4. Führt dazu, dass es kein monatelanges “Ausverkauft” und keine horrenden Ticketpreise auf Internetportalen gibt.

6. Wir durften nach der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland 2011 eine erneute Heim-WM erleben. Ach, wie wir diese Sommermärchen lieben.

7. Es gibt nicht nur einen Kaiser, nämlich Franz Beckenbauer, sondern auch eine Kaiserin: Steffi Jones.

8. Weltfußballer werden momentan Messi und Ronaldo im Wechsel. Bei der Weltfußballerinnen-Wahl triumphieren auch mal wir Deutschen. Birgit Prinz konnte die Auszeichnung dreimal in Folge gewinnen. Im vergangenen Jahr jubelte Nadine Angerer.

9. Apropos Triumphe: Weltmeisterinnen 2003 und 2007. Europameisterinnen 1989, 1991, 1995, 1997, 2001, 2005, 2009 und 2013. Noch Fragen?

10. Neben einer Testosteron-Überdosis gibt es nun auch Östrogen im Stadion!

11. Frauen und Fußball gehören einfach zusammen. Ob kickend auf dem Rasen, coachend neben dem Rasen, anfeuernd auf der Tribüne oder moderierend im Studio. Sind wir nicht alle ein bisschen Spielerfrau?

Foto: picture alliance / dpa

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