TOMME talks TACHELES

Spieltagsanalyse

TOMME talks TACHELES

21.04.2014 | 12:46 | Kerstin

Das Abstiegsgespenst schwebt wieder über den Stadien der Fußball-Bundesliga. Einige Teams scheint das regelrecht anzuspornen, andere scheinen vor Angst zu erstarren. Doch widmen wir uns zunächst der Komfortzone der Tabelle. Kloppos Jungs boten beim Wiedersehen mit den alten Mainzer Freunden allerhand Spektakel. Vor allem Woody Woodpecker a.k.a @woodyinho a.k.a Marco Reus scheint immer mehr in WM-Form zu kommen. Tuchels Mainzer spielten lange gut mit, am Ende war Borussias Spielfreude aber zu erdrückend für den selbsternannten Karnevalsverein. Fußballerische Hausmannkost dagegen in Augsburg. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, auch Spielerfrauen haben nichts gegen die einfache Küche, aber etwas mehr Finesse hätte das trostlose 0:0 gegen Hertha dann doch vertragen können.

In Braunschweig stellte Mario Götze einmal mehr sein Multitalent unter Beweis. Erst brach der Jungstar den Widerstand der aufopferungsvoll kämpfenden Braunschweiger mit einem Zuckerpass auf Pizarro, danach lockte er den alten Hasen Hermann Gerland extrem routiniert in die Selfie-Falle. Bis der verstand was mit ihm geschah, hatte Social-Network-Profi Götze längst auf den Auslöser gedrückt. BTSV – FCB 0:2, Götze – Gerland 1:0. Feierstimmung auch in Bremen. Markus Gisdol witterte auf der Presskonferenz unterschwellig Betrug: „Wir mussten heute gegen 12 Mann spielen. Es ist wirklich Wahnsinn was man hier erlebt“. Das sich seit Wochen in Topform befindende Bremer Publikum war einfach zu viel des Guten für das Hoffenheimer Team und die exakt 321 mitgereisten Fans aus dem Kraichgau.

© www.twitter.com/VfB

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Ein Ex-Bremer sorgte zum Abschluss des Spieltags dann noch für richtig Furore im Schwabenland. Martin Harnik verdiente sich das Prädikat „besonders wertvoll“ und setzte mit zwei wichtigen Toren ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Drei Big Points für seinen VfB Stuttgart waren die Folge. Ebenso (fast) gerettet: Hannover 96 (durch 3-2 Auswärtssieg in Frankfurt) und Frankfurt (durch 2-3 Heimniederlage gegen Hannover). Wie das geht? Nun, mit Blick auf das Restprogramm des HSV dürften jeweils 8 Punkte Vorsprung doppelt und dreifach genügen. Selbiger hat am Ostersamstag mal wieder bewiesen, wieso er zu Recht in Richtung 2. Liga taumelt.

18:31 Uhr, der verletzte van der Vaart sank gerade mit Lebensabschnittsgefährtin Sabia und Söhnchen Damian in die gemütlichen VIP-Sessel der Imtech Arena ein. 50 Meter Luftlinie entfernt zelebrierte Luiz Gustavo zeitgleich ein Diego-Gedächtnis-Pässchen in den Lauf von Mitspieler Perisic. Der flügellahme Adler stellte für den Kroaten im Anschluss kein größeres Problem dar. 0:1 nach 92 Sekunden. De Bruyne und Olic sorgten noch in der ersten Halbzeit für die Vorentscheidung und wären die Wölfe etwas ausgehungerter gewesen, hätte es gut und gerne auch 1:8 statt 1:3 ausgehen können. Da hat wohl jemand nicht konsequent gefastet. Die fußballerische Fastenzeit für den HSV hingegen nimmt also auch an Ostern kein Ende. Nur der ebenso schwächelnden Konkurrenz aus Nürnberg (1:4 gegen Leverkusen, Emir Spahic mit dem wohl ersten und einzigen Doppelpack seines Lebens) ist es zu verdanken, dass die Rothosen weiterhin auf dem Relegationsplatz stehen. Aber egal, ob Paderborn oder Fürth (– Hauptsache glanzvolle Namen), beide reiben sich schon ganz aufgeregt die Hände.

Last but not least: Wir freuen uns, den SC Freiburg auch in der Saison 2014/2015 in der Bundesliga begrüßen zu dürfen. Urgestein Streich ist uns zwar ab und an etwas zu aggressiv unterwegs, aber packende Duelle wie am Sonnabend gegen die Fohlen aus Mönchengladbach hätten wir doch sehr vermisst. Herzlichen Glückwunsch, ihr Breisgau-Brasilianer!

Foto oben: www.facebook.com/MarioGoetze

 

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