Vegan: Der Cappuccino danach

30-Tage-Vegan-Challenge

Vegan: Der Cappuccino danach

20.11.2014 | 1:06 | Kerstin

BÄHM. Es ist vorbei. Die 30-Tage-Vegan-Challenge gehört mit dem heutigen Tag der Vergangenheit an.

Heute Morgen ging es erst einmal ganz entspannt an die Kaffeebar der Uni und ich oderte entspannt und guten Gewissens einen “Cappuccino” und gönnte mir ein von meiner Mitbewohnerin zum Abschluss meiner veganen Phase bereitgestelltes portugiesisches “Pastel de Nata” . Dazu malte ich mir in meinen blühensten Fantasien aus, wie wohl mein Abendessen auszusehen hat. Und konnte mich noch gar nicht festlegen. Uneingeschränkte Auswahl nach diesen 30 Tagen (hier, hier und hier habe ich darüber berichtet) zu haben, ist ungewohnt. Essen gehen ist plötzlich wieder problemlos möglich und ich kann ganz gewöhnlichen Essenseinladungen von Freunden nachgehen, ohne sie vorher darauf hinzuweisen, dass ich zwar gerne vorbeischaue, aber nicht an ihrem Essen teilhaben kann, weil: gerade vegan.

So. Damit wären wir auch beim springenden Punkt. Ich freue mich darauf, wieder nach Lust und Laune spontan entscheiden zu können, was ich esse – ohne ständig darüber nachdenken zu müssen, was geht und was eben nicht geht, und dass dieses Thema Essen nicht unweigerlich einen so großen Raum einnimmt; man gezwungermaßen immer und immer wieder darüber sprechen muss.
Ich gehöre eben zu den Genussmenschen, schätze gutes Essen und der Zusatz “vegan”  schränkt die Nahrungspalette nun mal etwas ein. Nichtsdestotrotz habe ich gelernt, dass es sehr leckere vegane Gerichte gibt, ohne dass man irgendetwas bei der Mahlzeit vermissen würde. Das Problem war eher der Aufwand.

Was mich diese Challenge gelehrt hat? Ich bewundere jeden, der vegan lebt. Die Motivation kann dabei ja ganz unterschiedlicher Natur sein: Sei es aus gesundheitlichen Motiven heraus (z.B. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten), der Fitness oder des Abnehmens wegen (vgl. “Vegan for fit” von Attila Hildmann) oder aus ökologischen Grundsätzen heraus. Gerade was diese letzte Motivation angeht – Chapeau. Wer sich Umwelt und Tier zuliebe ganz altruistisch und uneigennützig dem Vegansein verpflichtet, der verdient dafür tatsächlich Respekt.

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