Bayern, Pep und die Zukunft

Aus der Sicht ... eines Bayernfans

Bayern, Pep und die Zukunft

17.02.2015 | 12:08 | Annette

Wenn Jens von den aktuellen Bayern spricht, dann gerät er ins Schwärmen. Das sei im Moment ein Fußball, der sich perfekt auf den Gegner einstellen und deren Schwachstellen ausnutzen könne. Wenn Jens die aktuellen Bayern analysiert, dann meint er natürlich die Mannschaft unter der Ära Pep Guardiola. Eineinhalb Jahre ist es nun her, dass der ehemalige Barca-Coach und Messi-Förderer an die Isar kam und das Zepter des Rekordmeisters übernahm. Eineinhalb Jahre, in denen das Spiel des FCB variabler wurde und auf jede Herausforderung eine Lösung parat zu haben scheint.

Jens ist 30 Jahre alt und bereits seit Kindertagen Anhänger der Münchner von der Säbener Straße. Sein persönliches Highlight ist immer noch das Spiel gegen Werder Bremen am letzten Spieltag der Saison 1999/2000. Bayer Leverkusen führte die Tabelle an, unterlag aber Unterhaching mit 2:0. Die Bayern dagegen siegten gegen die Bremer mit 3:1 und wurden doch noch Meister – Jens war live im Stadion dabei. Er hat aber auch schon schwierige Phasen miterlebt, was in der Welt der Bayern ein 6. Platz und nur die Euro-League-Quali bedeutet. Bayernfans sind anspruchsvoll und erwarten viel von ihrem Team. Der Meistertitel ist jedes Jahr Pflicht, in der Champions League sollte es schon das Halbfinale sein, und das Endspiel im DFB-Pokal erklärt sich von selbst.

Für Jens ist Pep Guardiola der richtige Mann für diese Aufgaben, weil er Perfektionist ist und ein akribischer Arbeiter. Er verschlingt Videosequenzen der Konkurrenten und ist für alle Eventualitäten gewappnet. Er habe die Spieler alle noch einmal besser gemacht, so Jens. Die wenigen Prozent zur Weltklasse bei Kickern wie Lahm oder Robben draufgepackt. Das zeichne ihn aus, das mache ihn so wertvoll für den Verein. Der Kontrakt Guardiolas läuft noch weitere eineinhalb Jahre, in denen Pep den internationalen Triumph wolle – sprich, den Gewinn der Champions League. Geht es nach Jens, wird er dies auch schaffen. Im vergangenen Jahr habe er den Fehler begangen, nach dem frühen Gewinn der Meisterschaft die Spannung in der Mannschaft nicht hochzuhalten. Das werde ihm nicht mehr passieren. Dass Karl-Heinz Rummenigge bereits jetzt schon eine Vertragsverlängerung ins Spiel bringt, kann Jens nicht verstehen. Weil sich Guardiola nicht bedrängen lasse. Weil er sowieso einen Plan habe. Jens kann sich durchaus vorstellen, dass Pep dem FC Bayern noch weiter erhalten bleibt – ein oder zwei Jahre vielleicht. Länger nicht. Jens glaubt, ihn ziehe es noch irgendwann nach England, denn er wolle in jeder europäischen Topliga glänzen und eine Mannschaft zum Titel in der Königsklasse führen. Der große Bayernfan kann sich darüber hinaus auch noch ein anderes Szenario vorstellen: Pep als Nationaltrainer Katars. Markenbotschafter des Emirats ist er bereits. Weltmeister mit Katar beim Heimturnier – das wäre die absolute Krönung seines Schaffens. Und die Sicherung einer luxuriösen Rente obendrein.

Doch was passiert bei den Bayern nach Guardiolas Abgang? Ein deutscher Trainer wird es werden, so die Prognose von Jens. Warum nicht ein Bayer wie Weinzierl, der gerade mit dem FC Augsburg Großes leistet? Kommt für ihn München nicht noch zu früh? Abwarten, meint Jens. Ansonsten wird es mit den Bayern so weitergehen wie bisher. Sie werden polarisieren. Die einen werden sie hassen, die anderen für immer lieben. Jens ist tief verwurzelt im Mia-san-Mia-Kosmos, und der Stern des Südens bedeutet für den Superfan, der im Zeichen großer Dankbarkeit seit dem Champions-League-Triumph 2013 dem Nikotin entsagt, nicht nur der Titel der Vereinshymne. Bayern München ist sein Verein, und er weiß: Nicht jeder ist zwar Bayernfan, aber alle wollen Bayern spielen sehen. Gebe es ein größeres Kompliment?

Lieben Dank an Jens für die Schilderung seiner Eindrücke zur Entwicklung des FC Bayern München!

Foto: https://www.facebook.com/FCBayern/photos/pb.141973839152649.-2207520000.1423995585./1088687517814605/?type=3&theater

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