#GERGIB: Nichts verpasst.

EM-Qualifikation

#GERGIB: Nichts verpasst.

15.11.2014 | 2:46 | Kerstin

Wie fasst man die Länderspiel-Partie gegen Gibraltar vom vergangenen Abend zusammen? Wer es nicht gesehen hat, hat nichts verpasst. Mannschaft, Trainer und Fans scheinen sich darüber einig zu sein, dass das DFB-Team vor allem eines tat: Es enttäuschte. Was man wissen muss? Es fielen vier Tore für Deutschland. Müller traf zweimal, Götze einmal in Halbzeit eins. Im zweiten Durchgang sorgte Santos für das 4:0, Eigentor. 1:0 Müller (12.), 2:0 Müller (29.), 3:0 Götze (38.), 4:0 Santos (67.).

Im Vorfeld des Spiels wurde über die Höhe des Schützenfestes diskutiert, von Torfestival und Torrekord war gar die Rede. Dass es ein Schützenfest werden sollte, war irgendwie fest eingeplant. Dass es ein 4:0 wurde (klar bedeutet auch das 3 Punkte), sicherlich nicht. Gibraltar selbst ging davon aus, dass sie sich auf 10+ Gegentore einstellen müssten.
Dabei darf es für unsere Nationalelf nicht überraschend gewesen sein, dass Gibraltar sich über 90 Minuten hinten reinstellte. Überraschend vielleicht eher, dass sie ihren Matchplan über 90 Minuten durchziehen konnten. Dementsprechend freuten sie sich anschließend über das „sehr gute Ergebnis“. Thomas Müller gab zu, dass er sich ein wenig mit Gibralter freuen konnte – zelebrierten diese doch jeden Eckball. Dass das DFB-Team hätte mehr leisten müssen, war ihm aber mehr als klar.

So verwundert es nicht, dass Jogi Löw nach der Partie gegen den Fußballzwerg nicht verbergen konnte, wie unzufrieden und sauer er war. Gerade von der zweiten Halbzeit habe er sich mehr erwartet, war erschüttert über die fast nicht vorhandenen Torchancen. Es hätten mehr Tore sein müssen!
Enttäuscht darf er auch über die Leistung einiger Spieler sein. Max Kruse war praktisch nicht zu sehen. Erik Durm trat offensiv kaum in Erscheinung, konnte Lukas Podolski nicht bedienen. Bei einem Spiel, bei dem es nahezu nichts zu verteidigen gibt, wäre das umso wichtiger gewesen.
Podolski konnte auch selbst nicht viele Impulse setzen – trotz zweier Torvorlagen. Viel zu oft orientierte er sich in Richtung Mitte, wo mit Götze, Müller, Kruse, Khedira und Kroos bereits genügend Kollegen und dazu noch alle 11 Mann aus Gibraltar die Räume eng machten. Zu wenig von Poldi, um ein ernsthafter Konkurrent für Marco Reus und André Schürrle zu bleiben.
Das Spiel zu öffnen gelang dagegen dem Duo Mustafi/Bellarabi auf der rechten Seite. Vor allem in Halbzeit eins sorgten sie für einigen Wirbel. Ein Lichtblick in einem ansonsten düsteren DFB-Spiel.

“Mund abwischen und weiter geht’s”, dürfte mal wieder die Devise nach diesem Spiel lauten. Auch wenn die Partie gegen Spanien am Dienstag kein Pflichtspiel ist, wünschen wir uns jetzt alle doch umso mehr einen überzeugenden Jahresabschluss unserer Weltmeister gegen den amtierenden Europameister. Eine Reaktion müssen sie zeigen. Und das geht nur mit der richtigen Einstellung.

 

Foto: https://www.facebook.com/DFBTeam/photos/a.744412875636364.1073741979.119410741469917/744412998969685/?type=1&theater

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