U21 hui, A-Team nicht so hui

Nationalmannschaft

U21 hui, A-Team nicht so hui

15.10.2014 | 8:31 | Annette

Am langen Fernsehabend traf zunächst die deutsche U21 im Rückspiel der EM-Playoffs in Essen auf die Ukraine. In Gelsenkirchen kickte dann die A-Nationalmannschaft in ihrem dritten EM-Qualispiel gegen Irland. Am Ende stehen unter dem Strich insgesamt vier Punkte und eine unglückliche Nachspielzeit.

Tschechien gebucht, Olympia im Visier
3:0-Sieg beim Hinspiel in der Ukraine – wer gemeint hat, die Rückpartie der U21 in Essen werde zum lockeren Schaulaufen, der hat sich getäuscht. Ruppig ging es zu, und beide Mannschaften gingen hart zur Sache, ohne sich aber in der ersten Halbzeit eine echte Torchance zu erspielen. In der zweiten Hälfte entwickelte sich die zähe Partie dann zu einem richtigen Fußballspiel. Philipp Hofmann hatte zwei sehr gute Möglichkeiten. Im Gegenzug durfte sich auch Marc-André ter Stegen im deutschen Tor auszeichnen.

Das passende Ergebnis zur deutschen Party schafften schließlich Kevin Volland und Leon Bittencourt in der 89. und der 91. Minute. 2:0-Sieg für die DFB-Junioren – Damit fährt das Team 2015 zur EM nach Tschechien und kämpft dort nicht nur um den Titel, sondern auch um die Qualifikation für Olympia 2016 in Rio. Herzlichen Glückwunsch, Jungs! Für die Ukraine war die Reise aber auch nicht ganz trostlos: Die 30-köpfige Delegation genoss eine Stadtrundfahrt in Düsseldorf. Immerhin!

Die grüne Wand ärgert Jogis Jungs
Die irische Nationalelf verfolgte gegen die DFB-Auswahl jene Vorgehensweise, die bereits Polen in Warschau anwandte und die wohl auch die restlichen Quali-Gegner gegen den Weltmeister nutzen werden: alle Mann hinten rein in den eigenen Sechzehner. Verteidigen heißt das Zauberwort, und sollte dann noch in der Offensive eine Aktion gelingen, dann umso besser. Mit dieser Mauertaktik hatten immerhin schon die Polen Erfolg, und auch die Iren machten es so der deutschen Offensivabteilung schwer. Jogis Jungs fingen zwar mit viel Drang nach vorn an, doch das so wichtige frühe Tor blieb ihnen verwehrt. Die Partie glich einem Handballspiel, bei dem die Deutschen auf die Lücke und die richtige Idee warteten, diese aber nicht kommen wollte. Die beste Möglichkeit hatte Erik Durm mit einem Lattenknaller.

In Durchgang zwei kam zumindest Mario Götze besser ins Spiel und hätte einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen. Der Schiri sah es anders. Und so sollte es eine Geduldsaufgabe für die Mannen des Bundestrainers werden, die Toni Kroos mit einem schönen Schuss belohnte. 1:0-Führung für die DFB-Elf. Der erlösende Treffer war endlich da. In der Folge verpasste es die Mannschaft aber, einen draufzulegen und die Partie vorzeitig zu entscheiden. Die Iren sahen dadurch in der Schlussphase ihre einmalige Chance gekommen, dem Weltmeister eins auszuwischen. Und so kam es, wie es irgendwie kommen musste: Unordnung in der deutschen Abwehr, O’Shea zur Stelle: Ausgleich der Iren mit der letzten Aktion des Spiels. Kein Beinbruch für die Qualifikation. Ein Ärgernis trotzdem.

Am Ende bleiben zwei Fragen: 
1. Wo war eigentlich Thomas Müller?!!!
2. Sollte RTL die Übertragung der Länderspiele wieder an die Öffentlich-Rechtlichen abgeben, um die Qualifikation der DFB-Elf nicht zu gefährden?

Unser Schlusswort gebührt Antonio Rüdiger, der die beiden Länderspiele perfekt bilanzierte: “Es ist enttäuschend für uns, ganz klar. Wir waren in beiden Spielen klar überlegen und hatten die Chancen, beide zu gewinnen.”

Foto: picture alliance / GES-Sportfoto

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


3 + fünf =

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>