Gedanken zur Bundesliga-Saison

Die 11

Gedanken zur Bundesliga-Saison

14.08.2015 | 2:15 | admin

Die Sommerpause war lange und heiß. Doch das Warten hat nun endlich ein Ende. Die Bundesliga geht in ihre nächste Saison, und wir freuen uns diebisch. Weshalb? Deshalb! Das erwartet uns in der neuen Spielzeit:

  1. Wenn es nach Ciro Immobile geht, nicht viel. Laut dem italienischen Stürmer, jetzt in Diensten von Sevilla, ist die Bundesliga eine schwache Liga, von der er sich weit mehr versprochen hat. Unsere Antwort: Wir von dir auch, Ciro!
  2. Der Fussballgott ist weg. Hat Bayern und die Bundesliga verlassen, um sich von der englischen Presse bei seinem Premier-League-Debüt als Moppelchen bezeichnen zu lassen, das zu viel Sauerkraut verspeist hat. Hach, ihr Engländer, immer diese Klischees. Bastian Schweinsteiger wird uns auf jeden Fall fehlen. Deshalb, liebe Engländer (wenn wir schon bei Klischees sind): Lasst unseren Schweini ja nicht im Regen stehen.
  3. Dagegen freuen wir uns schon wie Bolle auf den HSV. Denn: Er ist schon wieder in unglaublicher Relegationsspiel-Form. Wir glaubten schon zu träumen, als die Hamburger den Telekom-Cup gewannen. Aber in der ersten DFB-Pokal-Runde zeigten sie wieder ihr gewohntes Gesicht, und wir atmeten auf. Zu viel Veränderung können wir nicht ertragen, wir brauchen eine Konstante. Der HSV liefert diese. Er verabschiedete sich gegen Jena aus dem Pokal, obwohl durch einen Last-Minute-Treffer noch die Verlängerung erzwungen wurde. Dann tauchten plötzlich auch noch diverse Rucksäcke mit Gehaltszettel auf. Drama, Baby, Drama. Was würden wir nur ohne den HSV machen?
  4. Kevin und Kevin. Einem Namenswissenschaftler würde diese Kombination jetzt Sorgenfalten bereiten, Hoffenheim ist aber glücklich über sein neues Sturmduo Volland/Kuranyi. Wir halten uns auch mit Analysen der Namenspaarung zurück und sagen stattdessen „Willkommen zurück, Kevin Kuranyi“. Oder einfach nur “Nastrovje”.
  5. Werder Bremen wird Meister, und Bayer Leverkusen steigt ab. Ihr fragt euch, ob wir einen über den Durst getrunken haben? Nein, wir haben einfach die Testspiele in der Sommerpause verfolgt. Und das ist das Ergebnis, das wir am 34. Spieltag natürlich überprüfen werden.
  6. Hach, eine Bundesliga ohne Kloppo. Schwer vollstellbar. Irgendwie. Aber es geht weiter in Dortmund. Mit Tuchel, einem neuen BVB und einem erstarkten Henrich Mchitarjan. Wir gönnen es ihm, seiner Bescheidenheit und seinem Durchhaltevermögen. Zusammen mit Tuchel kommt er vielleicht nun endlich richtig an im Pott. Da schau her, Herr Immbolie (Punkt 1). Es geht auch anders.
  7. Die Lilien blühen in Liga eins. Das wird eine Umstellung – auch für die Gegner. Am 5. Spieltag wird der FC Bayern in dem renovierungsbedürftigen Stadion am Böllenfalltor zu Gast sein – samt Aufenthalt im “urigen” Kabinentrakt. Wir sind auf die Bilder gespannt …
  8. Rudi Völler hat im Moment von allem die Schnauze voll. Von Marcell Jansen, der den Fussball nie geliebt hat. Von Sammer und seinen Plänen, den Bundesligaauftakt 2016 zu verschieben … Da befindet sich jemand an einem immer tieferen Tiefpunkt. Nehmt euch in acht, liebe TV-Moderatoren. Weshalb? Fragt Waldi!
  9. Schweini isst nun Fish and Chips (siehe Punkt 2), Götze hat scheinbar Pizza-Angebote, wartet aber doch eher auf Paella-Rezepte, und Pep wirkt schon vor Beginn der Saison wie eine zertrampelte Tomate. Alle jagen die Bayern, auch die Bayern selbst. Birgt das vielleicht die Möglichkeit für etwas mehr Spannung in der Meisterschaft? Abstiegskrimis haben wir zu schätzen gelernt, aber so ein bisschen mehr Spannung in der oberen Hälfte könnte wahrlich nicht schaden.
  10. Am Samstag spielt Leverkusen gegen Hoffenheim. Da werden doch Erinnerungen an Stefan Kießlings Phantomtor von 2013 wach! In dieser Saison kann sowas nicht mehr passieren, denn die liebe Torlinientechnik meldet ab sofort dem Schiri, ob der Ball im Netz ist oder nicht. Mann oh Mann, sind wir fortschrittlich.
  11. Und da hätten wir fast noch etwas vergessen. Etwas sehr Wichtiges. „Weltmeister sam mer, den Pott ham mer.“ Und deshalb schauen wir auch alle gebannt auf unsere Weltmeisterliga. Bis 2018. Mindestens. Hertha BSC sagt „HaHoHe“, wir sagen Jippijajey!

Auf eine tolle Saison voller Spannung, Dramatik und Fußballkunst!

Foto: www.facebook.com/achtzehn99

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