Momente des puren Glücks

Weltmeister 2014

Momente des puren Glücks

14.07.2014 | 11:00 | Annette

Geträumt hat er schon lange von diesem einen Moment. Philipp Lahm erinnert sich daran, wie er als kleiner Junge 1990 die deutsche Nationalmannschaft in Rom feiern sah. Danach war sein Ziel klar: Auch er wollte Weltmeister werden. Gestern, am 13. Juli 2014, wurde dieser Traum Wirklichkeit. Als Kapitän der DFB-Elf nahm er den WM-Pokal in Empfang und der Freude waren keine Grenzen mehr gesetzt. Tränen, Jubel, Erleichterung, Dankbarkeit – diese Mannschaft hat den Titel verdient.

Das Gesicht dieses denkwürdigen Finales ist sicherlich Bastian Schweinsteiger. Was hat der Junge gekämpft, eingesteckt, nicht aufgegeben. Oft schon in seiner Karriere lag er am Boden. Doch er ist immer wieder aufgestanden. Auch gestern. Tritte und ein getackerter Cut im Gesicht konnten ihn nicht aufhalten. Er gab alles, was er hatte, und wahrscheinlich noch viel mehr. Seine Umarmung mit Jogi Löw zeigte zwei Menschen, die nach einem harten, steinigen Weg gemeinsam am Ziel ihrer Träume angelangt waren. So sehen Sieger aus. Das ist Glück. Schweinsteiger war der Leader auch nach dem Spiel. Er herzte den Pokal und kümmerte sich liebevoll um Podolskis kleinen Sohn.

Unglaubliche Bilder dieses Triumphes gab es viele. Auch vom Siegtorschützen Mario Götze, der in Franz-Beckenbauer-Manier nach dem Schlusspfiff ungläubig auf dem Rasen stand, in den Himmel blickte und den Tränen freien Lauf ließ. Ja Mario, du hast dieses Finale entschieden! Es wird noch lange dauern, bis der während des Turniers oft Kritisierte das begreifen kann. Im Moment des Sieges dachte Götze auch an seinen Kumpel Marco Reus. Er hielt bei der Ehrung das Trikot des Dortmunders in die Höhe. Will damit sagen: Marco, dieser WM-Titel gehört auch dir. Das ist Teamgeist.

Während Rekordtorschütze Miro Klose und Julian Draxler mit feuchten Augen am Spielfeldrand standen und sich in Demut übten, war Mats Hummels einfach nur platt. Realisieren konnte er das Erreichte noch nicht. Jetzt hat die ganze Mannschaft genügend Zeit, diese unglaublichen acht Wochen Revue passieren zu lassen. Deutschland – Weltmeister 2014. One Nation. One Team. One Dream. Ihr habt es geschafft, Jungs!

Foto: Julian Finney/Getty Images Sport

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