Prestige-Duelle und Comebacks

Spieltagsanalyse

Prestige-Duelle und Comebacks

14.04.2014 | 2:16 | Annette

Guardiola zweifelt. An sich selbst. Seitdem der Trainer verkündet hat, die Bundesliga sei für Bayern München nach dem Gewinn der Meisterschaft beendet, konnte sein Team kein einziges Spiel mehr gewinnen. Auch nicht an diesem Wochenende gegen Dortmund. Und gegen den BVB, da ging es nicht nur um drei Punkte, da ging es vor allem ums Prestige. Die Fehden zwischen Karl-Heinz Rummenigge und Hans-Joachim Watzke (die beiden eint wohl nur der Doppel-Vorname) sowie Matthias Sammer und Jürgen Klopp zeigen ganz deutlich: Es brodelt zwischen den beiden Topclubs. Watzke und Rummenigge gaben sich auf der Tribüne zumindest die Hand, Blickkontakt nahmen sie aber nicht auf. Es herrschte Eiszeit! Herzlicher ging es da schon zwischen Kloppo und seinem ehemaligen Schützling Mario Götze zu. Die beiden umarmten sich und haben sich immer noch lieb, obwohl der eine jetzt rot und der andere bevorzugt gelb trägt. Und Pep? Der zweifelt immer noch. Der Schalter muss umgelegt werden im Pokalspiel gegen Kaiserslautern. Aber Guardiola hat Hoffnung: Pokal ist ja nicht Bundesliga!

Tja, ganz andere Sorgen hat Mirko Slomka vom HSV. Er zweifelt daran, ob seine Mannschaft überhaupt noch das Potenzial und den Willen hat, den Abstieg zu verhindern. Jetzt gibt es in der Hansestadt außerdem finanzielle Probleme. Dann auch noch das Derby gegen Hannover verloren: Es wird ungemütlich. Und ernst. Der direkte Konkurrent VfB Stuttgart stellt sich dagegen die Frage, ob er es in dieser Saison irgendwann mal wieder schafft, ein 1:0 zu halten oder den Sack einfach vorher schon zuzumachen. Die nächste Chance hat er gegen Schalke. Ob gewinnen oder verlieren, das wurde in Hoffenheim fast zur Nebensache. Den 2:0-Erfolg der Kraichgauer verfolgte nämlich Boris Vukčević live auf der Tribüne. Der 24-Jährige hatte 2012 einen Horror-Unfall, lag sieben Wochen im Koma und kämpfte um sein Leben. Der Weg zurück in die Normalität verlangt dem Offensivmann viel Geduld ab, aber der Besuch bei seinen früheren Kollegen im Stadion war ein wichtiger Schritt nach vorn. Die Spielerfrau wünscht Boris weiterhin alles Gute.

Foto: https://twitter.com/BVB

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