Der Supercup – ein Freundschaftsspiel?

Fußball national

Der Supercup – ein Freundschaftsspiel?

12.08.2014 | 5:46 | Natalia

Heute Abend wird der erste Titel der neuen Saison vergeben. Im Supercup treten Bayern und Dortmund gegeneinander an. Ein Highlight, keine Frage. Schließlich sind die Begegnungen zwischen diesen beiden Teams immer ein Kracher. Es geht nicht nur um Sieg oder Niederlage, sondern um die Demonstration von Überlegenheit, Fitness, Taktik. Um die Vormachtstellung in der Bundesliga.
Am heutigen Tag geht es aber noch um mehr. Das besondere Verhältnis zwischen den beiden Spitzenklubs ist inzwischen facettenreich. Folgende “Baustellen” steigern die Brisanz dieses Matches:

23 Freunde sollt ihr sein
So eine WM schweißt zusammen. In deren Verlauf und Nachgang wurden immer wieder der enorme Teamgeist und die Geschlossenheit der deutschen Nationalmannschaft gelobt. In deren Reihen: Götze / Lahm / Schweinsteiger / Müller / Boateng / Neuer (FCB) / Durm / Großkreutz / Ginter / Weidenfeller / Hummels / und irgendwie auch Reus (BVB). Selbstverständlich wurden alle Beteiligten immer wieder auf mögliche Rivalitäten zwischen Dortmund- und Bayernspielern angesprochen. Fehlanzeige! Alle hatten und haben sich schrecklich lieb. Reus und Götze ohnehin, aber auch alle anderen haben mit dem vierten Stern ihre Freundschaft besiegelt. Schweini fand beispielsweise heraus, wie cool Kevin Großkreutz eigentlich ist.
Müssen wir uns also auf ein Gruppenkuscheln auf dem Rasen einstellen? Nun, das vielleicht nicht gerade, aber es wird spannend sein, wie das Wiedersehen der Weltmeister verläuft. Und ob nach Fouls statt versöhnlicher Handschläge Küsschen verteilt werden.

Der Bayern-Sog
Mario Götze konnte nicht widerstehen. Genauso wenig Robert Lewandowski. Und nun auch Marco Reus? Wen die Bayern wollen, den kriegen sie auch meistens. Sogar an Hummels war der FCB angeblich interessiert. Das muss sitzen. Eine ganze Reihe von Spielern wurde bereits in Dortmund groß gemacht und folgte dann dem Ruf an die Isar. Nicht immer ist der BVB-Vorstand begeistert, wie der Fall Reus zeigt. Guardiola will ihn, Dortmund lässt ihn nicht ziehen.
Auch für die Spieler selbst ist die Situation nach einem Wechsel schwierig, wie Götze nach einem Sieg gegen seinen Ex-Klub im vergangenen Jahr bestätigte. Glauben wir den Kickern, geht es auf dem Platz letzten Endes aber ausschließlich ums Fußballspielen. Wir werden es sehen.

Watzke vs. KHR
Karl-Heine Rummenigge alias KHR und Dortmund-Chef Watzke liegen seit einiger Zeit im Clinch. Da dürfte ein zusätzliches Aufeinandertreffen nicht gerade Freudentränen hervorrufen. Wie kam es dazu? KHR mischt sich angeblich zu oft und zu intensiv in Dortmund-Belange ein, spekulierte öffentlich über Vertragsdetails von Marco Reus. Watzke reagierte empfindlich und empfahl KHR, er solle “einmal den Mund halten”. Klar, dass der BVB Reus nicht ziehen lassen möchte. Dass das Streitobjekt heute Abend noch nicht einsatzfähig sein dürfte, wird kaum zur Entschärfung der Situation beitragen. Ring frei für die Streithähne!

Foto: dpa/firo Sportphoto/El-Saqqa

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


3 + zwei =

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>