Die jungen Wilden wollen zur EM

U21-Playoffs

Die jungen Wilden wollen zur EM

10.10.2014 | 10:59 | Annette

Sie sind jung. Sie sind dynamisch. Sie sind äußerst talentiert und die Stars von morgen. Die deutsche U21-Nationalelf tritt heute und am kommenden Dienstag in den Playoffs zur Europameisterschaft 2015 (Tschechien) gegen die Ukraine an. Dabei geht es nicht nur um die EM-Endrundenqualifikation, sondern auch um das Ticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Vorbild für das Team von Trainer Horst Hrubesch ist die Mannschaft von 2009, die den EM-Titel holte und mit Sami Khedira, Mesut Özil, Manuel Neuer, Benedikt Höwedes, Jérôme Boateng und Mats Hummels sechs Weltmeister von 2014 stellte. Und was für ein tolles Zeichen: Der Erfolgstrainer von damals ist auch wieder der neue. Und er hat noch viel vor.

Trainer-Urgestein mit einem großen Ziel
Jeder Sportler träumt den Traum von Olympia. Auch U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch. Nach dem EM-Titel 2009 mit dem DFB-Nachwuchs wünscht er sich eine erneute EM-Teilnahme und damit die Möglichkeit, im Turnier in Tschechien um die begehrten Tickets für Olympia 2016 in Rio zu kämpfen. Dazu muss aber zunächst einmal der Playoff-Gegner Ukraine geschlagen werden. Hrubesch ist zuversichtlich: “Wir fahren mit breiter Brust in die Ukraine, wir wollen schon da den Grundstein legen.” Dass es der Europameister von 1980 mit jungen Spielern kann, das hat er bereits 2008 als Trainer der U18 bewiesen, als er diese zum EM-Titel führte. Ein Jahr später wiederholte er das Kunststück mit der U21. Nach einer verkorksten EM-Teilnahme 2013 unter Rainer Adrion kehrte Hrubesch nun für die große Mission Tschechien und Brasilien ans Ruder des DFB-Nachwuchses zurück.

Lupenreine Weste in der Qualifikation
Die Qualifikation für die EM-Playoffs schaffte die U21 ohne eine einzige Niederlage und bewahrte damit eine lupenreine Weste. In der Gruppe setzte sie sich gegen die Nachwuchsteams aus Rumänien, Montenegro, Irland und Färöer durch und gilt damit  im Hin- und Rückspiel gegen die Ukraine als klarer Favorit. Von Vorschusslorbeeren und Überheblichkeit hält Trainer Hrubesch aber nichts: “Es geht nur ums Weiterkommen.” Denn auch die Ukraine überstand die Gruppenphase souverän auf dem ersten Tabellenplatz.

Kader mit bekannten Namen
Horst Hrubesch konnte bei der Nominierung seines Kaders nicht auf alle spielberechtigten Kicker zurückgreifen – vor allem nicht in der Abwehr. Mit Erik Durm, Mathias Ginter, Antonio Rüdiger und Shkodran Mustafi haben bereits vier Spieler den Sprung in die A-Nationalelf geschafft. Trotzdem sieht sich der Trainer für die Playoffs gut aufgestellt. Kapitän Kevin Volland, bereits auch schon im Vorbereitungstrainingslager von Jogi Löw dabei, kehrt nach überstandener Verletzung als Kapitän in die Mannschaft zurück. Zusammen mit Philipp Hofmann vom 1. FC Kaiserslautern will er für Torgefahr sorgen. Außerdem baut Hrubesch auf die zwei U19-Europameister Joshua Kimmich (RB Leipzig) und Niklas Stark (1. FC Nürnberg). Aus der Bundesliga kennt man darüber hinaus Moritz Leitner vom VfB Stuttgart und Max Meyer von Schalke 04. Im Tor liefern sich Marc-André ter Stegen und Bernd Leno einen spannenden Kampf um die Nummer eins.

Hrubesch verdeutlicht im Vorfeld der Partien die Ausgangsposition: “Die wollen zur EM, wir wollen zur EM, aber nur einer kann das Ticket lösen. Ich erwarte zwei enge Begegnungen.” Und Kapitän Volland ergänzt: “In den Playoffs geht es immer um alles, das sind geile Spiele.” Die Spielerfrau drückt auf jeden Fall unseren jungen Wilden die Daumen. Anpfiff des Hinspiels ist heute um 17.30 Uhr. Sport 1 überträgt live.

Foto: picture alliance/augenklick

 

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