Und Bielefeld existiert eben doch!

Pokalschreck Arminia Bielefeld

Und Bielefeld existiert eben doch!

08.04.2015 | 9:42 | Annette

Bielefeld? Bielefeld gibt es doch gar nicht! Dieser Running Gag, diese Verschwörungstheorie, die vor vielen Jahren bei einer Studentenparty in Kiel gesponnen wurde, entwickelte sich zum Selbstläufer und machte die Stadt in Ostwestfalen berühmt. Das Viertelfinale des DFB-Pokals zeigt: Bielefeld gibt es doch! Und dort findet sogar ein Fußballspiel statt – nämlich das zwischen der Arminia und Borussia Mönchengladbach.

Arminia Bielefeld befindet sich noch als einziger Drittligist unter den letzten Acht und sorgt damit für richtiges Pokalflair. Klein gegen Groß, David gegen Goliath, krasser Außenseiter gegen Millionentruppe: Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze. Wenn nicht jetzt, wann dann, werden sich die Spieler denken?

Der Nächste, bitte!

Neun Jahre ist es jetzt her, dass die Arminia zum letzten Mal im Halbfinale des DFB-Pokals stand. Gegen Frankfurt war damals Schluss. Dass die Mannschaft aber große Namen schlagen kann, zeigte sie in dieser Saison. Sowohl Werder Bremen als auch Hertha BSC Berlin kickte sie aus dem Wettbewerb. Nun soll in der ausverkauften heimischen Arena mit der Unterstützung der Fans Gladbach der nächste Leidtragende des Pokalschrecks werden. Dann könnte er sich immerhin Bayern-München-Besieger-Bezwinger nennen! Und Humor haben sie schließlich in Bielefeld: Der Verein brachte kürzlich ein Geschicklichkeitsspiel als App auf den Markt, in der Trainer Norbert Meiers Appetit auf Käsebrötchen im Fokus steht.

Ziel: Aufstieg

Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Abschneiden stehen gar nicht mal so schlecht, denn bei Bielefeld läuft es im Moment. Mit 62 Punkten setzte sich die Mannschaft souverän an die Tabellenspitze der 3. Liga. Am Wochenende wurde Energie Cottbus geschlagen. Das große Ziel für diese Saison lautet deshalb auch: Aufstieg. Der Pokal ist da ein Sahnehäubchen – ein Wettbewerb, in dem das Team absolut nichts zu verlieren hat. Und doch so viel gewinnen kann. Bestenfalls eine Reise nach Berlin.

Zeit für einen Neuanfang

Abstieg, Lizenzschwierigkeiten und finanzielle Probleme – seit 2009 erlebte der Verein einen stetigen Abwärtstrend. Das soll sich nun ändern auf der Alm. „Das ist eine engagierte und athletische Mannschaft, die hervorragend kombinieren, aber auch kontern kann”, bewertet Gladbach-Coach Lucien Favre die Fähigkeiten der gegnerischen Mannschaft. Dieses Lob werden sie in Bielefeld gerne hören. Sie wollen den Tabellendritten der Bundesliga zumindest ärgern. Der Glaube an die eigene Leistung ist da.

Bleibt nur noch die Frage, was im Falle eines Arminia-Sieges passiert, sollten die Verschwörungstheoretiker doch recht haben und Bielefeld gar nicht existieren. Okay, lassen wir das …

Foto: https://www.facebook.com/DSCArminiaBielefeld/photos/pb.81945185553.-2207520000.1428434067./10155280744280554/?type=3&theater

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