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Halbfinale in der Champions League

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05.05.2015 | 9:48 | Annette

Wenn man den FC Bayern München und sein Umfeld in diesen Tagen erlebt, dann spürt man eine gewisse Anspannung. Es ist eine Zeit der Entscheidung: Darüber, ob die Saison eine starke oder doch nur eine gute wird. Denn so ist es schon immer gewesen an der Säbener Straße: Die Spielzeit steht und fällt mit der Champions League. Meisterschaften mit etlichen Punkten Vorsprung sind schön, Doubles werden gefeiert, aber tiefe Zufriedenheit herrscht in München nur dann, wenn die Mannschaft auf internationalem Parkett überzeugt.

Das Erfolgsdenken gilt sowohl für die Kicker auf dem Rasen als auch für die Männer an der Seitenlinie. In die Vereinshistorie geht man bei den Bayern nur dann ein, wenn man diesen Henkelpott einmal in den Händen hielt. So wie in jüngster Vergangenheit Ottmar Hitzfeld und Jupp Heynckes. Gewonnene Doubles – zum Beispiel von Felix Magath – werden irgendwann zu wenig, als dass sich ein Coach langfristig halten kann. Diesen Druck verspürt nun auch Pep Guardiola. Die 25. Meisterschaft wurde souverän geholt, aus dem Pokal-Wettbewerb schied das Team gegen Dortmund aus, und jetzt wartet in der Champions League der FC Barcelona. Das Triple ist nicht mehr möglich, aber die Saison könnte trotzdem noch die ultimative Krönung erfahren und den Ansprüchen des deutschen Rekordmeisters gerecht werden.

Guardiola und seine zwei FCBs

Pep Guardiola und Barca – da war doch was! Genauer genommen zeichnete der jetzige Bayern-Coach für die erfolgreichste Phase der Barcelona-Vereinsgeschichte verantwortlich und gewann zweimal die Champions League. Das Halbfinal-Match stellt also eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte des ehrgeizigen Katalanen dar, wo er ganze 22 Jahre aktiv war. Für das Aufeinandertreffen strebt Guardiola in seiner Funktion als Bayern-Trainer aber ebenso einen Schritt nach vorn an. Hin zum Finale nach Berlin – zu internationalem Erfolg mit dem FC Bayern, zum Start einer neuen Ära.

Wer fährt nach Berlin?

Nimmt man die liebe Statistik zur Hand, dann braucht es dem FC Bayern nicht bange zu werden. Beim letzten Duell in der Saison 2012/2013 setzte sich der Rekordmeister mit 4:0 und 3:0 im Halbfinale souverän durch und konnte schließlich in London gegen Borussia Dortmund die Champions League gewinnen. Das sollte Auftrieb geben. Das muss auch Auftrieb geben, denn in den vergangenen nationalen Partien war vom Bayern-Glanz früherer Tage nicht mehr viel zu sehen. Die Verletztenliste wird nicht kürzer, gegen den BVB schied das Team im DFB-Semifinale in einem verrückten Elfmeterschießen aus, und die Münchner B-Elf unterlag in der Liga am vergangenen Wochenende Bayer Leverkusen mit 2:0.

Dem gegenüber steht ein 8:0-Sieg des FC Barcelona gegen den FC Córdoba am vergangenen Spieltag der Primera Division. Die Katalanen befreien sich immer mehr aus dem Schatten der Guardiola-Ära und haben mit Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez eine brandgefährliche Offensive in ihren Reihen.

Lewandowski ja oder nein?

11178261_937457879632934_9168257719920031311_nDoch auch die Bayern wollen offensiv agieren. Ganz München hofft deshalb auf den Einsatz von Stürmer Robert Lewandowski. Der Pole hatte sich beim Pokalspiel gegen Borussia Dortmund eine Gehirnerschütterung sowie einen Kiefer- und Nasenbeinbruch zugezogen. Doch Zorro meldete sich am Montag im Mannschaftstraining zurück: Lewandowski trug eine Spezialmaske und will gegen Barcelona auflaufen. Die Mediziner werden zusammen mit dem Spieler erst kurz vor der Partie entscheiden, ob ein Einsatz zu verantworten ist. Matthias Sammer sagte dazu: „Kein Spieler der Welt kann so wichtig sein, dass man dafür dessen Gesundheit aufs Spiel setzt“.

Ob mit dem Mann mit der schwarzen Maske oder nicht – die Partie im Camp Nou wird interessant werden: Pep kennt Barcelona, Barcelona kennt Pep. Pep kennt Luis Enrique. Luis Enrique kennt Pep, schließlich spielten die beiden schon zusammen für den Club und absolvierten gemeinsam die Trainerausbildung. Für wen das taktisch ein Vorteil sein wird, bleibt abzuwarten. An den Schiri hat Deutschland zumindest schon einmal gute Erinnerungen: Rizzoli pfiff das WM-Finale im vergangenen Jahr. #FCBFCB: Die Stunde der Wahrheit rückt näher.

Foto: https://www.facebook.com/FCBayern/photos/pb.141973839152649.-2207520000.1430811407./1149832161700140/?type=1&theater / https://www.facebook.com/rl9official/photos/pb.159093717469358.-2207520000.1430811508./937457879632934/?type=1&theater

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