Sagt der bajuwarische #Fußballgott servus?

Bastian Schweinsteiger

Sagt der bajuwarische #Fußballgott servus?

04.06.2015 | 8:19 | Annette

Den 25. Meistertitel genoss er ganz besonders. Zumindest hatte man dieses Gefühl, als man Bastian Schweinsteiger nach dem Schlusspfiff der Bayern gegen Mainz und der Übergabe der Schale beobachtete. Er zog die Atmosphäre in der Allianz Arena und auf dem Marienplatz tief in sich auf, schoss Erinnerungsfotos und lächelte verträumt. Weil es das letzte Mal war, dass er mit den Münchnern feiern wird? Eine der großen Fragen beim FCB im Sommer wird sein, ob der von den Fans auserkorene #Fußballgott dem Verein seiner Jugend die Treue halten oder zum Ende seiner Karriere noch einmal eine Herausforderung im Ausland suchen wird.

Bastian Schweinsteiger wird im August 31 Jahre alt. Altes Eisen ist was anderes, dennoch ist der defensive Mittelfeldmann nicht mehr der Jüngste. Viele Verletzungen, zuletzt nach dem kräftezehrenden WM-Turnier in Brasilien, hinderten den Kicker daran, auf sein gewohntes Fitnessniveau zu kommen. Dieses braucht er aber, um seine Stärken im Zentrum zeigen zu können. Die Situation Schweinsteigers in München heizte jüngst Spekulationen an. Baut Guardiola noch auf seinen Strategen? Oder wird dieser Opfer eines anstehenden Umbruchs und einer Verjüngungskur? Guardiola sagte im Interview, er plane mit Schweini. Sammer schloss einen Wechsel ebenfalls kategorisch aus. Schweinsteiger selbst äußerte sich bedeckt, ein klares Bekenntnis zum Verein hört sich anders an. Kein Geheimnis ist es, dass der bajuwarische #Fußballgott den Wunsch hat, irgendwann noch einmal im Ausland zu spielen. Ob das Thema bereits in dieser Saison aktuell wird? Manchester United war im Gespräch und soll Interesse bekundet haben. Dort würde er unter seinem früheren Förderer Louis van Gaal kicken. Auch über die USA wurde gemunkelt. In Anbetracht der Europameisterschaft 2016, bei der Schweinsteiger die deutsche Nationalmannschaft zum nächsten Titel führen will, erscheint dieser Schritt aber definitiv verfrüht, denn die Major League Soccer kann nicht an das Niveau europäischer Topligen heranreichen.

In München dagegen geistert seit vielen Wochen der Name Ilkay Gündogan in den Medien, der seinen Vertrag in Dortmund nicht verlängert hat und den BVB definitiv verlassen wird. Sollte der deutsche Nationalspieler an die Säbener Straße kommen, verstärkt das den Konkurrenzkampf, aber Schweinsteiger hat – wenn er denn verletzungsfrei bleibt – immer noch die Klasse, diesen Wettbewerb zu bestehen und den FCB voranzutreiben. Er gehört darüber hinaus zu den Aushängeschildern dieses Vereins und ist eine absolute Identitätsfigur. Ein Abgang wäre für den Verein nicht nur sportlich, sondern auch im Umgang mit den Fans schwierig vermittelbar. Schweinsteiger steht für München und repräsentiert zusammen mit Thomas Müller wie kein anderer den Mia-san-mia-Kosmos an der Isar.

Schweinsteiger selbst scheint die Diskussion im Moment nicht zu kümmern. Er weilt in Paris und übt sich als Spielerinnenmann: In Roland Garros jubelt er seine Freundin Ana Ivanovic von einer Runde in die nächste. Die Faust ist geballt, das Lächeln sitzt, der Erfolg ist da. Bei diesen Bildern würden wir ungern auf Schweinsteiger in der Bundesliga verzichten, denn irgendwas sagt uns, dass der bayerische #Fußballgott noch eine Mission und nicht abgedankt hat. Ein Servus kommt definitiv zu früh, oder?

Foto: Facebook / Bastian Schweinsteiger

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