Manuel Neuer for Weltfußballer

FIFA Ballon d’Or

Manuel Neuer for Weltfußballer

02.12.2014 | 3:22 | Kerstin

Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Philipp Lahm, Mario Götze. Sie sind Weltmeister, waren alle für die Wahl des Weltfußballers nominiert, werden es aber nicht (zumindest nicht in diesem Jahr). So weit, so gut. Unsere Hoffnungen ruhen nun auf dem Einen: Manuel Neuer. Gestern gab die FIFA die TOP 3 der Wahl bekannt. Seine beiden Konkurrenten? – Die üblichen Verdächtigen: Messi und Ronaldo.

Wer macht’s?

Wir sagen: Messi nicht. Dass er in diesem Jahr unter den TOP 3 ist, mutet eher wie eine Gewohnheit an. Muss ja so sein, der großekleine Messi. Klar, knackte er in diesem Jahr Rekorde und wurde zum besten Torschützen aller Zeiten in der Champions League und der Primera Division. Das geschah aber zum einen nach dem Abstimmungszeitraum und zum anderen wurde es für ihn mit den großen Fischen in diesem Jahr eben nichts. Diese Fische sind a) der Weltmeistertitel und b) der CL-Titel.

Letzteren konnte ein anderer mit seinem Team klarmachen. Der, der die letzten beiden Jahre schon den Ballon d’Or gewann: Kein Geringerer als CR7. Wird er das Rennen machen? – Vermutlich ja. In seinem Fall kann ich leider kein ganz objektives Urteil abgegeben. Ich mag ihn nicht, diesen Cristiano Ronaldo, der proletenhaft und egozentrisch die Welt mit seiner CR7-Unterhosenkollektion bereichern will. Sein herausragendes fußballerisches Talent bestreite ich jedoch nicht. Und dennoch: Müsste ich mich auf seine Heldentat des Jahres 2014 festlegen, so wäre es sein Schuss gegen die “Ein-Mann-Mauer” Philipp Lahm bei der WM.
Okay,  das war fies. Versuchen wir es also doch objektiv: Mit Real Madrid gewann er in diesem Jahr die Champions League und trug mit seiner Leistung entscheidend zum Titel bei. Läuft bei ihm vereinsmäßig. Dafür blieb er mit der portugiesischen Nationalmannschaft erfolglos. Die WM war für Portugal und CR7 schon nach der Gruppenphase beendet. Nichtsdestotrotz: Torgefahr kennt einen Namen und der ist nun einmal Cristiano Ronaldo. Hinzu kommt, dass er Feldspieler und Marketingmaschine zugleich ist. Das dürfte wiederum der FIFA gefallen.

Ginge es nach uns, ginge der Titel aber natürlich an ihn: Manuel Neuer. Warum? Max von Diago! Der Fußballblog trifft den Nagel auf den Kopf und bezieht sich vor allem auf Neuers Leistung bei der WM: „Dort wurde ihm mit seinen wahnsinnig offensiv ausgerichteten Aktionen von vielen Experten attestiert, das Torwartspiel auf eine neue Stufe der Evolution katapultiert zu haben. Nicht zu Unrecht, denn kein Torwart hat seine Position je in dem Stil wie Neuer interpretiert. Er versteht sich als elfter Feldspieler und agiert auch so. Immer anspielbar, darüberhinaus sogar mit spieleröffnenden Bällen.“ SO spielt eben nur Neuer – er ist der “falsche Libero” himself.
Hinter ihm liegt mit dem Double-Gewinn und seiner persönlichen Leistung nicht nur eine überragende Saison für den FC Bayern München; sondern die noch überragendere WM in Brasilien, die mit dem Weltmeistertitel gekrönt wurde.

Wir wünschten uns also, dass dieser verdammte Weltfußballer-Titel an Manuel Neuer geht. Helfen tut das aber alles nix mehr. Wer es wird, steht längst fest und wird am 12. Januar im Kongresshaus Zürich bekannt gegeben. Die Zeichen stehen auf CR7.

 

Foto: http://instagram.com/p/wB4yhjBxFz/?modal=true

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