Paderborn in der Champions League

Spieltagsanalyse

Paderborn in der Champions League

01.09.2014 | 1:07 | Natalia

Das Fußballwochenende hatte es diesmal in sich. Wir haben umkämpfte Spiele, erste wackelnde Trainerstühle und eine knüppeldicke Sensation gesehen. Die Zusammenfassung des Spieltags gibt es nicht von unserer Susi, sondern von eurer Spielerfrau.

Unentschieden mit Siegern und Besiegten
Sowohl auf Eintracht Frankfurt als auch auf den SC Freiburg warteten am Wochenende große Aufgaben. Die Frankfurter mussten auswärts gegen Wolfsburg bestehen, die Freiburger zuhause gegen Gladbach ran. In beiden Fällen lautete das Ergebnis: Unentschieden.
Die Spiele verliefen allerdings keineswegs ähnlich. Während im Breisgau wenig attraktiver Fußball zu sehen war und bis zum Schluss kein Tor fiel, glich die Eintracht zwei Mal einen Rückstand wieder aus und bewies gegen durchaus entschlossene Wolfburger Nervenstärke. Das gefühlte Resultat: Ein gewonnener Punkt für Frankfurt und Freiburg, zwei verlorene für ihre Gegner. Auch zutreffend für Bremen und Hoffenheim, die sich ebenfalls unentschieden trennten.

Topspiel mit Protagonist und Zündstoff
Am Samstag Abend trafen Bayern und Schalke zu einem ersten Kräftemessen aufeinander. Die letzten sieben Begegnungen konnte der Rekordmeister für sich entscheiden. Die Gelsenkirchener ohne Boateng (Verletzung) und Huntelaar (Infekt) zeigten in der Anfangsphase bedenkliche Schwächen in der Abwehr. Bis zum ersten Gegentor durch Lewandowski dauerte es dann auch nur zehn Minuten. Letztendlich waren es zwei Weltmeister, die Schalke zurück ins Spiel brachten. Ein Kopfball von Draxler aufs Tor der Bayern fungierte als Weckruf, nachlassende Münchner begüstigten zusätzlich eine ausgewogenere zweite Hälfte.
Der Ausgleich durch Höwedes in der 62. Minute sorgte für empörte Bayern und einige Diskussionen – der Ball war ihm unmittellbar vor dem Tor an den Arm gesprungen. Dass der Treffer jedoch zählen musste, zeigte die Zeitlupe: Höwedes wurde im Sprung angeschossen. Keine unnatürliche Körperhaltung, keine Chance auszuweichen, kein Handspiel.
Glück für Schalke: Der bereits mit Gelb vorbelastete Draxler hatte es nur der Gnade des Unparteiischen zu verdanken, dass er nach erneutem hartem Einsteigen gegen Rode nicht Gelb-Rot sah.
Glück für Bayern: Neuzugang Alonso fügte sich nicht nur nahtlos ins Team ein, er übernahm Verantwortung, dirigierte, brachte sich immer wieder ins Spiel nach vorne ein, machte eine hervorragende Figur.
Pechvogel: Eindeutig Gianluca Gaudino. Der Jungspund ist machtlos gegen einen Star wie Xabi und muss nach seinem hochgelobten Erstliga-Debüt nun doch wieder die Bank drücken. Aber seine Zeit wird kommen, schließlich ist er ganze 15 Jahre jünger.

Not gegen Elend mit Wow-Effekt und Buhmann
Vorgezogenes Kellerduell. Das war es, was man von der Partie Hamburg gegen Paderborn im Vorfeld erwarten konnte. Dem HSV traut trotz einiger Veränderungen und eines progagierten Neuanfangs niemand so recht etwas zu, und Paderborn gilt als der schwächste Aufsteiger aller Zeiten. Not gegen Elend also.
Was sich allerdings am Samstag in der Imtech Arena abspielte, hatte sicher niemand auf der Rechnung. Der HSV in der Abwehr chaotisch, nach vorne harmlos – okay, das ist noch keine Überraschung. Paderborn aber stach den taumelnden Dino eiskalt nieder und traf ganze drei Mal. Die Pfiffe der Zuschauer galten einmal mehr der eigenen Mannschaft, und bereits am zweiten Spieltag mussten sich die Verantwortlichen wieder Fragen nach dem Fehler im System und einem möglichen Trainerwechsel stellen. Autsch.

Und sonst?
So wird das nix: Armin Veh, der Stuttgart 2007 zum Meistertitel führte, musste am Wochenende gegen Aufsteiger Köln eine 0:2-Schlappe einstecken. Der BVB kann gegen Augsburg seinen ersten Sieg einfahren – wenn auch mit Hängen und Würgen.
So wenig aussagefähig die Tabelle nach dem zweiten Spieltag auch ist, so viel Spaß macht sie auch. Den Augsburgern nicht, denn sie wären sicher abgestiegen, aber einige Platzierungen regen eindeutig zum Schmunzeln an.
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ALLE Ergebnisse des Spieltags gibt es hier.

 

Foto: INSIDE-PICTURE / Selim Sudheimer

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